#1 Öffentlichkeitsarbeit? von Schach 04.12.2013 04:36

Wichtig: Ein Mitglied des Vereines das machen lassen. Genauso wie der Kassierer notwendig ist ist auch einer notwendig der sich freiwillig zur Verfügung stellt für diese Aufgabe.

Ihn Unterstützen mit Rat, Tat und Geld. Denn es kostet Geld wenn auch nicht viel.

Besonders ist darauf zu achten das viele Kinder in den Verein kommen, wer das schafft der macht gute Öffentlichkeitsarbeit.

#2 RE: Öffentlichkeitsarbeit? von pirat8 08.12.2013 10:32

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Ich kann meinen Vorredner nur bestätigen. Die Leute, die sich engagieren, auch wirklich machen lassen.
Ich betreibe seit vor 2000 die Webseite für unsere Abteilung ( www.randspringer.de ) . Am Anfang hatten die Wenigsten Internet,
da war das Thema noch nicht so interessant. Auch die Vereinsfunktionäre haben sich nicht wirklich dafür interessiert.
Dann später war es oft so, dass man schnell mit Kritik bei der Sache war, wenn irgend etwas nicht gepasst hat, z.B. Berichte, die "zu subjektiv" geschrieben waren.
Lob dagegen fließt bis jetzt dagegen extrem spärlich und wenn, dann von denen, die sich aktiv selbst mit Beiträgen in die Webseite einbringen.
Bei Kritik sollten sich die Leute immer die Gegenfrage stellen: Was wäre, wenn es derjeinige GAR NICHTS macht, d.h. seine Arbeit für den Verein einstellt?
Hier sollte man Nutzen und Schaden immer sensibel abwägen.
Allen kann man es sowieso nie Recht machen.
Der Aufwand desjenigen, der die Arbeit macht, wird meist unterschätzt. Es geht gar nicht so sehr um z.B. das Geld für das Betreiben der Seite beim Provider. Evtl. bezahlt das ja der Verein (bei uns nicht). Es geht viel mehr um die Zeit, die man investiert.

#3 RE: Öffentlichkeitsarbeit? von Schach 08.12.2013 12:51

Wow dann scheint es nicht nur mir allein so zu gehen, Pirat hat den Nagel auf den Kopf getroffen! Lob kommt extrem spärlich und an Kritik hagelt es an jedem Schachabend sodass einem fast das Schachspielen an dem Abend vergehen kann. Zum Teil habe ich mich sogar beleidigt gefühlt. Die Angriffe waren einfach unerträglich sodass ich mir gesagt habe dann machts doch selbst. Vielleicht war es ja auch das Ziel, also diese Ständige Kritik sollte mich vielleicht zermürben bis ich aufhöhre. Die Seite war vom Layout gut, Inhaltlich immer aktuell und bei täglich über 120 eindeutigen verschiedenen Besuchern gutbesucht. Gemerkt habe ich das daran und das ist nun ein Tipp von mir an dich Pirat, schau mal wenn du die Einwände sachlich wiederlegst ob es dann auf eimal eine Glaubenssache ist oder alles ok ist. Zum Beispiel ging es um das Rechtsgültige Impressum, ich konnte anhand der Paragraphen die ich ausgedruckt hatte alles erklären und alle Einwände ausräumen, jedoch wurde dann gesagt na du bist doch auch kein Rechtsanwalt. (Es war keine Rechtsberatung im Einzelffall) Also hätte ich mir die ständige Rechtfertigigung sparen können. Das habe ich in dem Jahr gemerkt, man wird als Webmaster eines Vereines immer in eine Position gedrängt in der man sich Rechtfertigen soll. Hier mein Tipp: Wenn ein Vereinskamerad mal wieder seine Destruktive Kritik ausübt sofort unterbrechen und zum Vorstand schicken, nicht weiter drauf einlassen, erst garnicht zuhören, sich nicht rechtfertigen. Es ist nur zu hoffen das sich der Vorstand der Sache auch annimmt. Mich hat das ganze an den Rand des Austrittes vom Verein gebracht, ein gut gesonnener Mitspieler hat mich davon abgebracht.

Mir ging es nun 1 Jahr lang so bis ich das Handtuch geschmissen habe und mal sehen ob es nun ein anderer macht dem es wohl nicht anders ergehen wird.

Ja ich bin wirklich solange destruktiv kritisiert worden bis ich anfang November beschlossen habe diesen Ehrenamtlichen Job aufzugeben. Warum das? Nun man gerät Ständig in Konflikt mit den eignen Vereinskameraden die einem sagen wollen wie man das machen soll und was man da machen soll. Unerträglich wurde es dann als es dann hies: "Zusammen machen" Es kamen dann auch Vereinskameraden wie die einfach so das Passwort wollten um die Seite auch mitzugestalten, da wurde ich einfach nur noch wütend! Ich werde deshalb keine Schachvereinsseite machen. Und noch eines ist sehr richtig von Pirat, man kann es nicht jedem recht machen aber es muss nicht jeder einem sagen was man tun soll. Mein Rat, die Vereinsseite sollte kein Vereinsmitglied machen sondern jemand beauftragt werden der kein Vereinsmitglied ist.

Kein Webmaster hat es verdient ständig kritisiert zu werden.


Schade oder das es zu sowas kommen muss. Aber ein gutes hat das auf jedenfall: Wir, Esther, Lisa und meine Wenigkeit haben daraufhin dieses Forum eröffnet und wir 3 werden unsere Zeit nun hier in dieses Forum investieren anstatt in die Vereinshomepage, das wird früher oder später ein anderer machen.

Pirat, kannst dir ja mal überlegen ob es nicht so ist das du nur kritisiert wirst weil jemand anderes die Webseite machen will? Vielleicht ist jeder Vorwurf & Kritik nur ein Vorwand weil jemand anderes das machen will oder soll?

In diesem Sinne danke ich dir Pirat für deinen Beitrag, ich konnte meinen Frust mal rauslassen und vielleicht lesen das nun in den nächsten Tagen genau die die mich über 1 Jahr kritisiert haben. Vielleicht sind das dann die die an der neuen Homepage mit neuer Domain daran arbeiten?

Noch ein Zitat von dir: Es geht gar nicht so sehr um z.B. das Geld für das Betreiben der Seite beim Provider. Evtl. bezahlt das ja der Verein (bei uns nicht). Es geht viel mehr um die Zeit, die man investiert.

Stimmt Geld hab ich auch nie bekommen, die Kosten mussten wir selbst tragen (16€ monatlich beim 1und1 Vertrag mit Webspace, Domains etc.), hab ich auch nie verlangt aber ein winziges bisschen Anerkennung wäre schon gut gewesen. Es stimmt auch das Lob nur von denen kam die sich Aktiv mit eingebracht haben. Pirat ich wünsche dir echt gute Nerven und lass es nicht so sehr an dich rankommen wie ich bis du das Handtuch schmeisst.

Von dem oben abgesehen ist der Verein Prima, klasse Vereinskameraden sind dabei, klasse Atmosphäre und viel Spass an den Trainings / Schach Abenden. Vor allem nun auch für mich endlich da ich die Vereinsseite nicht mehr mache......

#4 RE: Öffentlichkeitsarbeit? von pirat8 08.12.2013 15:21

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Hi Emin,
die Enttäuschung ist in deinem Beitrag nicht zu überlesen und ich kann das nachvollziehen. Noch ein paar Gedanken, die in diesem Zusammenhang relevant sein könnten.
1. Es ist nicht gerade selten, ich würde sogar sagen, es ist der Normalfall, dass Arbeit für den Verein nicht oder viel zu wenig anerkannt wird. Das bezieht sich nicht nur auf die Arbeit als Webmaster, sondern schau mal die Leute an, die Nachwuchsarbeit für den Verein leisten. Zum Thema Webmaster: Auch in Sachsens Landeshauptstadt gibt es einen sehr großen Verein, wo der Webmaster die Sache hingeworfen hat. Zwischenzeitlich funktionierte die Seite gar nicht mehr. Mittlerweile wieder, aber sehr langsam. D.h., es ist durchaus kein Einzelfall.
2. Ich betreibe den Randspringer jetzt ca. 15 Jahre. Das geht nur, wenn man sich ein dickes Fell zulegt und man muss die Messlatte bzgl. positiver Erwartungen sehr tief hängen. Was Kritik betrifft, muss man letztlich schauen, was substanziell dran ist. Es gibt auch den Fall, dass Kritik berechtigt ist, aber die eingeforderten Konsequenzen unsinnig. Ich habe mir die folgende Regel angewöhnt: Wer mitwirkt (z.B. durch Schreiben von Beiträgen oder als Ideengeber) hat auch das Recht zu kritisieren. Wer nichts tut und nur den Schnabel aufreißt, weil er sich mal auf den Schlips getreten fühlt, den muss man nicht Ernst nehmen.
Letztlich ist entscheidend, was man bewirkt. Im Fall des Randspringers sind einige Spieler durch diese Seite auf unseren Verein aufmerksam geworden und mittlerweile Mitglied. Außerdem finden die Eltern der schachspielenden Kinder die Seite auch nicht schlecht. Schließlich ist es heute "state of the art" für einen Verein eine Webseite zu haben, unsere ist nicht die schlechteste.
3. Die Idee eine Seite "gemeinsam" zu betreiben, halte ich für richtig. Verantwortungstrennung ist dabei natürlich vorausgesetzt. Ich praktiziere es bspw. so, dass es von jeder Mannschaft,
und wir haben 3 Erwachsenen- und 4 Nachwuchsmannschaften einen "Schreiberling" gibt, der mir den Spielbericht zuschickt und ich ihn nur veröffentliche, aber inhaltlich nichts ändere. Das funktioniert ganz gut - es beteiligen sich sogar die Eltern zweier Jugendmannschaften. Natürlich werden dadurch auch Lücken sichtbar. Z.B. tut sich unsere eine Männermannschaft z.Z. schwer Spielberichte zu verfassen, da die meisten dort zu faul dazu sind und der alte Schreiberling in eine andere Mannschaft abgewandert war. Das ist dann eben so.
Sind Sondertermine, z.B. irgendwelche Turniere, wird genau so verfahren. Findet sich niemand der schreibt, ist es eben so.
Was eine gemeinsame Gestaltung bei Layout, Technik usw. betrifft, muss man natürlich sehr vorsichtig sein, weil hier die Wenigsten richtig Ahnung von der Materie haben. Das war aber bei uns eher ohnehin nicht das Problem.
4.Wenn sich in den 15 Jahren jemand gefunden hätte, der mir die Arbeit des Webmasters abgenommen hätte - ich hätte nicht Nein gesagt. Nur so konstruktiv war die Kritik nie. Man hat ein paar mal ein Abschalten der Seite gefordert und ich hatte tatsächlich überlegt, dies zu tun(ich kann mir gut vorstellen, meine Zeit anders zu verbringen).
Dann habe ich mir überlegt, wie es dann weitergegangen wäre. Die wahrscheinlichste Möglichkeit wäre gewesen, es hätte gar keine Webseite mehr gegeben oder eine, die nicht besser gewesen wäre als die jetzige. Man muss in diesen Situationen denke ich auch realisitisch abwägen: Warum eskaliert die Sache so? Sind es vielleicht nur Wenige, die die Situation aufheizen? In der Regel ist es doch so, dass das Gros sich gar nicht inhaltlich positioniert und auch keinen Schritt weiterdenkt. Dann muss man für sich selbst abwägen, was richtig ist. In Summe denke ich, war es ok, dass ich dem Randspringer die Treue gehalten habe. Mit dem Verein ist es die letzten Jahre bergauf gegangen. Ein Teil ist dem Randspringer zu verdanken, der größte Teil unserem Jugendwart.
5. Mit eurem Forum wünsche ich euch viel Erfolg. Das Thema "Schach in der Schule", ob nun als Wahlfach oder als Arbeitsgemeinschaft, ist auch nicht uninteressant.

#5 RE: Öffentlichkeitsarbeit? von Schach 08.12.2013 16:07

Hallo Thomas,

ich zitiere dich: Letztlich ist entscheidend, was man bewirkt. Im Fall des Randspringers sind einige Spieler durch diese Seite auf unseren Verein aufmerksam geworden und mittlerweile Mitglied.

Dann hast du es geschafft das der Spirit übergesprungen ist. Super wer solch eine Vereinsseite machen kann der macht es wirklich richtig.

Du schreibst: Die Idee eine Seite "gemeinsam" zu betreiben, halte ich für richtig.

Im Grunde richtig, nur kann es nicht sein das die Domain auf meine Frau angemeldet ist und somit Sie auch die Juristische Haftung übernimmt, meine Frau dafür jeden Monat 16 € bezahlt und andere wollen dann die Seite machen weil Sie das Passwort bekommen ? Nee das geht halt nicht, wenn dann jemand anderes auf der Seite etwas veröffentlicht was gegen die Gesetze verstösst dann wird meine Frau abgemahnt mit Kostennote von meist ca. 1000 bis 1500 €. Dies ist also unmöglich jemand zahlen lasse und die Haftung übernehmen lasse aber die Seite nicht machen lassen...passt nicht zusammen.

Dein Verein kann auf dich Thomas wirklich Stolz sein finde ich, du denkst mit, bist produktiv und nimmst auch die Kritik hin. Die können froh sein das du in diesem Verein bist und auch der Webmaster bist.


Wegen Nachwuchsarbeit, im Sommer habe ich einige Aktionen gestartet um unserem Kinderschach für Zulauf zu sorgen,
hab ca. 700 Flyer ausgedruckt und selbst bei Regen in die Briefkästen verteilt, hab dann in der Zeitung bei uns auch das von meiner Frau www.Kinderschach.info mit Anzeigen beworben, hab auch Plakate gemacht, dann in der Post, In der Bibliothek, an eingängen von Dönerläden und so weiter aufhängen dürfen, dadruch wurden es aus ca. 8 Kindern die am Freitag kamen inzwischen rund 30 Kinder die jeden Freitag kommen. Wir mussten dies dann in 2 Gruppen teilen. Ich selbst bin auch beim Kinderschachtraining da ich ja auch für den Zulauf verantwortlich bin. Es macht den Kindern mit mir auch Spass selbst wenn ich kein ausgebildeter C-Trainer bin.

Aber zur richtigstellung nochmal, es sind auch sehr nette Spieler im Verein die auch mal ein Lob losgelassen haben, nicht alle haben solch eine destruktive Kritik geäussert, deshalb zitiere ich dich nochmal: Wer nichts tut und nur den Schnabel aufreißt, weil er sich mal auf den Schlips getreten fühlt, den muss man nicht Ernst nehmen.

Das sollte man sehr ernst nehmen, vollkommen richtig, hoffentlich werden nun einige die das hier lesen in Ihrem Ehrgeiz angestachelt und fangen an Ehrenamtliche Arbeiten für Ihren Verein zu übernehmen auch wenn das in den meisten Fällen wenig Anerkennung findet.

Deinen Vorschlag setzt ich nun in die Wirklichkeit um "Schach in der Schule"

Der neue Thread wird gleich eröffnet.

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